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Das Zweinutzungskonzept

Früher war es selbstverständlich, dass sowohl die Eier als auch das Fleisch von ein und demselben Huhn stammen. Auf Grund der gestiegenen Nachfrage nach Eiern und Fleisch, werden inzwischen weltweit fast ausschließlich Hühner gezüchtet, die entweder nur zum Eier legen oder nur zur Mast genutzt werden können. Dies hat wiederum dazu geführt, dass die männlichen Küken aus den Legehennen-Aufzuchten praktisch keine wirtschaftliche Bedeutung haben, weshalb sie direkt nach dem Schlüpfen getötet werden.

 

Geschlossene Kreisläufe schaffen

Auf dem Palkieshof möchten wir geschlossene Kreisläufe schaffen und haben uns für die Haltung von Zweinutzungshühner der Rasse Bresse entschieden. Bressehühner, auch Bresse-Gauloise genannt, gelten als wiederstands- und anpassungsfähig, sind sehr lebhaft und weisen ein ausgeprägtes Erkundungsverhalten auf – das können wir bestätigen. Außerdem sollen sie nicht sehr flugaktiv sein – das können wir wiederum nicht bestätigen. Regelmäßig treffen wir unsere Hühnerschar im Kürbis- und Zucchinigarten an. Unsere Legehennen sind gleichzeitig unsere Elterntiere. Nach dem Schlüpfen unserer Nachzucht verbringen die Küken ca. 4 bis 6 Wochen in unserem Kükenaufzuchtstall und ziehen danach in einen luftig hellen Stall mit viel Platz zum Picken, scharren und verstecken um. Nach ca. 15 Legemonaten werden die Hennen zu wertvollen Suppenhühnern veredelt. Ihre männlichen Brüder genießen in dieser Zeit für gut 4 bis 5 Monate ebenfalls ein artgerechtes Leben im Freien.

 

Einsatz im Gemüsegarten

Unsere Hühner sind neben wertvollen Eier- und Fleischlieferanten unsere wichtigsten Mitarbeiter bei der Gartenarbeit. Regelmäßig wandert ein Teil der Truppe in einem mobilen Hühnertraktor durch den Garten um neue Beete zu erschließen oder alte ab zu ernten. Das erspart uns das Umgraben und Düngen des Bodens.